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Beschreibung Wirkungsweise, Arbeitsansatz, Hintergrund |
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Zielsetzung der Atemtherapie ist, den Selbstwahrnehmungsprozess in körperlicher und psychischer Hinsicht und nicht zuletzt in sinnstiftender Richtung zu fördern. Als Leitfaden hierzu dient der Atem mit seinem lebendigen Rhythmus. Die Atemarbeit kann über Atmung, Haltung, Bewegung oder Vokalraumarbeit erfolgen. Sie richtet sich an den ganzen Menschen und kann im Stehen, Sitzen, Liegen und in der Bewegung im Raum geschehen. Atemtherapie ist eine einfühlsame Behandlungsweise um Atemblockaden zu lösen, den eigenen Atemrhythmus zu finden, um so das Selbstwertgefühl und das Selbstbewusstsein zu stärken. Die Behandlung wirkt auf das vegetative Nervensystem und erreicht eine Wohlspannung (Eutonie), eine allgemeine Steigerung der Widerstandskraft als Prävention und unterstützt Heilungsvorgänge. Sie wirkt regulierend auf den Muskeltonus, harmonisiert die Körperhaltung und den Bewegungsablauf. Im begleitenden Gespräch wird der Selbstwahrnehmungsprozess unterstützt. Indem gelernt wird die Empfindungen während der Atemarbeit zu verbalisieren, kann das Erlebte in den eigenen Erfahrungsschatz aufgenommen und somit dem Bewusstsein zugänglich gemacht werden. Das Gespräch kann so den Zugang zu eigenen Ressourcen öffnen. Die Gesundheit im Menschen wird unterstützt und Ressourcen werden gestärkt, so dass positive Veränderungen stattfinden können und die Eigenverantwortlichkeit der Klientinnen und Klienten gefördert werden kann.
Hintergrund: Die Entwicklung des Wissens um die Aufgaben und Wirkungsweisen des Atems zählt zu den ältesten Errungenschaften menschlicher Kultur und Heilkunde und reicht über 4000 Jahre zurück. Im Mittelalter erkannte Paracelsus („Alle Heilung geht durch den Atem“) die sanfte Heil- und Reinigungswirkung atemgymnastischer Übungen. Mit dem Siegeszug der modernen Industriegesellschaft geriet das ursprüngliche Wissen zunehmend in Vergessenheit. Der französische Schauspieler und Bewegungspädagoge François Delsarte (1811 – 1871) gab den Anstoss zur Wiederentdeckung und Erforschung des schöpferischen Ausdruckes des Atems. Zahlreiche Pioniere, inspiriert durch diesen Ansatz, legten das Fundament der heutigen Atemtherapierichtungen.
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Anwendung Klientel, Arbeitsform, Schwerpunktdiagramm |
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Arbeitsform |
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Erwachsene jeden Alters als auch Kinder und Jugendliche.
Indikation
- Vegetative und psychosomatische Störungen Stress,
- Burnout-Syndrom
- Angstthematik
- Schlafstörungen
- Essstörungen
- Verdauungsstörungen
- Depressive Verstimmungen
- Muskuläre Verspannungen
- Akute und chronische Schmerzen
- Atemwegbeschwerden
- Mangel an Antrieb und Selbstvertrauen
- Gesundheitsförderung und Vorbeugung
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Einzeln oder in Gruppen Zeitaufwand ca. 60 Min. |
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| Tätigkeit/Schwerpunkte |
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| Körperarbeit |
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Vermehrte Körperwahrnehmung und Achtsamkeit gegenüber dem Atem bilden die Grundlage für eine Veränderung im alltäglichen Verhalten und die Verbesserung des gesundheitlichen Zustandes. Atemrhythmus-, -frequenz, -volumen und –fluss, geben Anhaltspunkte über die Qualität der Atmung und die Atemlebendigkeit in den verschiedenen Atemräumen |
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| Ernährung |
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keine |
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| Energetische Arbeit |
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Die energetische Harmonisierung ergibt sich aus der ganzheitlichen Behandlung |
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| Medikamentöse Anwendung |
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keine |
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| Gespräch |
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Atemtherapeutischer Befund sowie mögliche Behandlungsschritte besprochen und vereinbart. Die Atemtherapeutin/ der Atemtherapeut orientiert sich dabei an der körper- und atemtherapeutischen Befunderhebung und den verbalen Aussagen der Klientin/ des Klienten gegenüber der körperlichen Befindlichkeit, der seelischen Gestimmtheit, der mentalen Einstellung und ihrem sozialen Beziehungsnetz. |
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| Apparative Anwendung |
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keine |
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| Ausdruck |
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Die Grundspannung der Muskulatur (Hyper-, Hypo-, Eutonus) und die Spannungsunterschiede im Körper werden anhand der Atemschwingung, der Haltung und dem Bewegungsfluss beobachtet. |
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| Paedagogische Arbeit |
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| Die individuell angepassten Atemübungen im Alltag ausgeführt, fördern die Eigenständigkeit und die Stärkung der Persönlichkeit. Bei der Atemarbeit mit Kindern, steht der spielerische, pädagogische Ansatz im Vordergrund. |
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| Ausbildung |
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Unterschiedliche Schwerpunkte zeichnen die einzelnen Atemlehren aus.
Für weiterführende Informationen bezüglich Ausbildungsinhalte, Voraussetzungen, Dauer, etc. sind die Schulen direkt zu kontaktieren.
Ausbildungsinstitute
Name: ATLPS: Sunnehus, Ökumenisches Kur- und Bildungszentrum Website, Mail und Telefon: info@atlps.ch Tel: 071 998 55 55
Name: Ausbildungsinstitut für Ganzheitliche Therapien IKP Website, Mail und Telefon: www.ikp-therapien.com info@ikp-therapien.com Tel: 044 242 29 30
Name: LIKA, Lehrinstitut für Körper- und Atemtherapie Website, Mail und Telefon: www.lika.ch info@lika.ch Tel: 056 441 87 38
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| Literatur |
| Autor |
Titel |
Verlag |
Gauch, Gross, Radelfinger |
Die Psychodynamik des Atems und des Meridiansystems zur Gesundheitsförderung und Therapie |
ML Verlag, Uelzen, 2006
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| Glaser, Volkmar |
Eutonie |
Haug Verlag, Heudelberg, 1994 |
Maurer Yvonne |
Durch den Atem die Seele heilen |
IKP Verlag, Zürich 1993 |
Maurer Yvonne |
Atemtherapie in der therapeutischen Praxis |
ML Verlag, Uelzen, 2001 |
Wolf Klara |
Integrale Atemschulung Klara Wolf |
Humata Verlag, 1994 |
| Wolf Maya |
Atemkraft, Lebensmut, Gelassenheit - Übungsprogramme Methode Klara Wolf |
IAB Verlag, Brugg 2000 |
Nauer Leo |
Atemwege, Wege der Atemarbeit - Einblicke in die Arbeit am, mit dem und durch den Atem |
Sunnehus Reihe Nr. 5, Wildhaus, 2005 |
Rosenberg Jack Lee |
Körper, Selbst und Seele |
Transform Verlag, Oldenburg, 1996 |
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Kontakt Verband, Adresse, E-Mail, Verbandshomepage |
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