Audio-Psycho-Phonologie nach A. Tomatis

Audio-Psycho-Phonologie nach A. Tomatis

Schweizerischer Berufsverband für Audio-Psycho-Phonologie nach A. Tomatis®, SB-APP
Association Professionnelle Suisse d’Audio-Psycho-Phonologie selon A. Tomatis®, AP-APP

Schützengasse 33

2502 Biel/Bienne

 

032 323 54 57

 

info@a-p-p.ch

 

www.a-p-p.ch



Beschreibung
Wirkungsweise, Arbeitsansatz, Hintergrund

Wirkungsweise:
Durch ein Horchtraining wird die Energiezufuhr zur Grosshirnrinde angeregt und mit bleibender Wirkung verbessert. Störungen der auditiven Entwicklung, Wahrnehmung und Differenzierung werden erfolgreich behandelt.

 

Ansatz:
Die APP nach A. Tomatis ist ein ganzheitliches therapeutisches Verfahren, das vorbeugend und heilend auf die komplexen Funktionen des Ohres einwirkt: Regulierung des Körpergefühls, der Körperspannung, der Dynamik sowie der grob- und feinmotorischen Fertigkeiten über das Vestibulum, und Anregung der Sprache, der Denkfähigkeit und des Bewusstseins über die Cochlea.
Das Ohr liefert dem Cortex die nötige Energie, um Gedächtnis, Motivation, Vitalität und Kreativität zu fördern.
Die APP nutzt die von Dr. A. Tomatis (s.u.) nachgewiesene Erkenntnis, dass das Ohr schon im vierten Monat der Schwangerschaft voll ausgebildet ist und durch seine Stimulation massgeblich zur Weiterentwicklung des Gehirns bis zur Geburt beiträgt.

 

Hintergrund:
Dr. Alfred A. Tomatis, französischer HNO-Arzt, Chirurg und Phoniater (= Spezialarzt für Störungen der Stimme und des Sprechens) lebte von 1920 bis 2001. Er gilt als Wegbereiter der Musik- und Klangtherapie, der pränatalen Psychologie und eines neuen Ansatzes für Sprech-, Sprach-, Stimm- und Gesangspädagogik: der Schulung über das Ohr. Er erforschte die komplexe Wechselbeziehung zwischen Gehör, Körper, Stimme, Sprache und Psyche.
Ab Mitte der 1940-er Jahre beschäftigte er sich mit den wechselseitigen Beziehungen zwischen Gehör und Stimme. Er stellte fest, dass die Hörkurven von psychischen Faktoren mit beeinflusst sind, d.h. vom Hören und Nicht – Hören – Wollen. Er konnte nachweisen, dass jede Art stimmlicher Äusserung durch die Aktivität der Ohren gesteuert wird. Seine Entdeckungen wurden 1957 an der Akademie der Wissenschaften und an der Medizinischen Akademie von Paris unter dem Namen „Tomatis – Effekt“ veröffentlicht und standen am Anfang der Entwicklung von Technologien zur Behandlung auditiver Wahrnehmungsprobleme und Kommunikationsschwierigkeiten.


 

oben
Anwendung
Klientel, Arbeitsform, Schwerpunktdiagramm
Klientel Arbeitsform

Alle Altersstufen
Indikation
Alle Störungen der auditiven Entwicklung, Wahrnehmung und Differenzierung.
Beispiele: Lernschwierigkeiten, Aufmerksamkeitsprobleme: Gedächtnisschwäche, Gleichgewichtsstörungen, psychische Verstimmung, Antriebsschwäche, musikalische, Sprech- und Sprachprobleme.


Einzelsitzungen, Horchtraining mit dem Elektronischen Ohr, Körperwahrnehmung, Aktivübungen am Mikrophon, Beratungsgespräche

Zeitaufwand
Zeitlich klar definierte Intensivkuren mit täglichen Sitzungen à 2 Stunden und definierten Pausen (Phasen der Nachreifung)


Tätigkeit/Schwerpunkte

Körperarbeit




















Schulung von Körperhaltung, Gleichgewicht, Koordination, Atmung und Stimme

Ernährung




















Nur bei Auffälligkeiten; KlientInnen werden wenn nötig an Fachpersonen weitergewiesen

Energetische Arbeit




















Förderung der Energiezufuhr zum Cortex über die Stimulation des Ohres

Medikamentöse Anwendung




















Keine; KlientInnen werden wenn nötig an ÄrztInnen überwiesen

Gespräch




















Intensive Begleitung des Prozesses durch regelmässige Besprechungen, psychologische Beratung

Apparative Anwendung




















Horchtest-Apparat für die Diagnose, Elektronisches Ohr für das Horchprogramm mit der für die APP entwickelten Musik

Ausdruck




















Audio-vokale Stimulation, aktive Stimmarbeit, Übungen für den sprachlichen Ausdruck

Pädagogische Arbeit




















Lernübungen und Lernspiele, Aktivübungen am Mikrophon, eventuell Bewegung

 

oben
Ausbildung

Voraussetzungen
In der Regel höherer Bildungsabschluss in den Humanwissenschaften, Berufserfahrung


Fachausbildung
Dauer:

Horchtraining 48 Stunden
Theorie und Praxis 150 Stunden
Praktika 360 Stunden
Supervision: 7 Dossiers innert einem Jahr


Schulungsart

Komplettes eigenes Horchtraining;
Ausbildung in Theorie und Praxis der APP;
Mehrere Praktika in verschiedenen APP-Zentren
1 Jahr Arbeit unter Supervision (7 Dossiers)

Ausbildungsinhalte

Lehre der APP in Theorie und Praxis
Anatomie, Physiologie, Pathologie des Ohres und des Zentralen Nervensystems

Ausbildungskontrolle

Abschlussprüfung, Supervision, regelmässiger, kontrollierter Austausch innerhalb des APP Verbandes

Lehrkräfte

internationale Fachkräfte und langjährige erfahrene TherapeutInnen der APP

Weiterbildung (Vertiefen und Erweitern der Fach- und Kernausbildung)

Gemäss Richtlinien des Verbandes und der CH Ausbildungsrichtlinien eigene oder externe Fortbildungen, vom Verband kontrolliert

Fortbildung (u.a. neue Techniken erlernen)
z.T. freiwillig, z.T. nach Bedarf vom Verband organisierte interne Fortbildungen, in Methoden und / oder Literatur


oben
Literatur (A. Tomatis im Original auf Französisch)
Autor Titel Verlag
Dr. A. Tomatis
Der Klang des Lebens

Rowohlt und Rororo Sachbuch

Dr. A. Tomatis Der Klang des Universums Patmos Verlag
Dr. A. Tomatis Das Ohr und das Leben Patmos Verlag
Dr. A. Tomatis Klangwelt Mutterleib DTV
Dr. A. Tomatis Das Ohr, die Pforte zum Schulerfolg Verlag Modernes Lernen
Paul Madaule Die Kunst zu hören Pendo Verlag
Dirk Beckedorf u. Franz Müller Von der Resonanz zur Bindung Leutner

Kontakt
Verband, Adresse, E-Mail, Verbandshomepage
emailButtoninfo@a-p-p.ch

internetButtonwww.a-p-p.ch

Schweizerischer Berufsverband für A.P.P nach A. Tomatis®

Schützengasse 33

2502 Biel/Bienne

Tel. 032 323 54 57

 

oben

 

Ausgebildete APP TherapeutInnen können dem Schweizerischen Berufsverband für APP nach A. Tomatis als Aktivmitglieder beitreten.