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Bewegungs- Tanz- und Körpertherapien, btk
Schweizerischer Berufsverband für Bewegungs- Tanz- und Körpertherapien
Sekretariat btk Heidy Gillmann Kappelenring 32c 3032 Hinterkappelen
Telefon 031 901 09 17
info@bvbtk.ch
www.bvbtk.ch
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Beschreibung Wirkungsweise, Arbeitsansatz, Hintergrund |
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Wirkungsweise: Körper, Bewegung und Tanz als grundlegende Ausdrucksmittel für den Menschen dienen als Medium für Heilungs- und Integrationsprozesse. Die bewegungs- und körpertherapeutischen Interventionen beziehen sich stets auf das aktuelle Lebensumfeld und die lebensgeschichtlichen Zusammenhänge. In der Körperhaltung und Bewegung kommt der Mensch als Ganzes zum Ausdruck: Sie sind ein Spiegel seiner körperlichen, seelischen und geistigen Verfassung. So wie sich Gefühle von Trauer, Wut, Freude, Angst in Gestik, Mimik, in Körperhaltung und Bewegung ausdrücken können, können sie sich auch im Körper einprägen (z.B. in der gebeugten Haltung, den hochgezogenen Schultern, der eingefallenen Brust). Die wahrgenommenen Phänomene bilden Wegweiser zu Muster-, Bedeutungs- und Sinnzusammenhängen, die Zugang zur individuellen Lebensgeschichte ermöglichen. Das Erlebte wird bewusst gemacht, Gefühle angesprochen. Denn: "wird für diese Gefühle kein angemessener Ausdruck gefunden oder können Stresserlebnisse nicht reguliert werden, so können sie als verinnerlichte Belastungserfahrungen, als internalisierte Konflikte die unter-schiedlichsten Beschwerden hervorrufen. Diese drücken sich über den Körper aus." (H. Petzold). Die in der Bewegungs- und Tanztherapie gemachten Erfahrungen werden im Gespräch reflektiert, und es wird ein Bezug zum Alltag hergestellt. Aus diesen Erkenntnissen werden neue Sichtweisen gewonnen, die mehr Spielraum, mehr Möglichkeiten und Freiheiten im Umgang mit sich und in Beziehungen ermöglichen.
Ansatz: Dem Therapieansatz liegen biologische, psychologische und soziale Faktoren zu Grunde. Je nach Schule und Kontext werden diese unterschiedlich gewichtet.
Hintergrund: Die Bewegungs- und Tanztherapie ist ein tiefenpsychologisch orientiertes Verfahren, welches mit den Ausdrucksformen des Körpers, der Bewegung und des Tanzes arbeitet. Ihre Geschichte begann in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts in Europa und in den USA. Die meisten Methoden der Bewegungs- und Tanztherapie entstanden aus verschiedenen Wurzeln und führten zu einer ähnlichen therapeutischen Arbeitshaltung, welche ein Gleichgewicht der Körper-Geist-Seele-Einheit anstrebt. Die Bewegungs- und Tanztherapie nutzt die Bewegung und das künstlerische Medium Tanz um die psycho-physische Gesundheit des Individuums zu fördern. Die Verbindung mit Kenntnissen aus der Anatomie und Physiologie, Bewegungsentwicklung, Bewegungs- und Körperarbeit, Tanz und tänzerischem Ausdruck, Psychodrama, Entwicklungspsychologie sowie der humanistischen Psychologie führten zu eigenständigen Therapieverfahren.
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Anwendung Klientel, Arbeitsform, Schwerpunktdiagramm |
| Klientel |
Arbeitsform |
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Angesprochen werden Menschen jeden Alters und verschiedenster kultureller und sozialer Herkunft
Indikation
- Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
- Affektive Auffälligkeiten (insbesondere depresslve Entwicklungen)
- Reaktionen auf schwere Belastungen (Todesfall, Unfall, Arbeitslosigkeit, Übergriffs- und Missbrauchserfahrungen etc.)
- Anpassungsschwierigkeiten (auch bei Kindern und Jugendlichen)
- Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen (Ess- und Schlafprobleme, Burnout, psychosomatische Erkrankungen)
- Psychische Probleme und Verhaltensauffälligkeiten in Verbindung mit der sexuellen Entwicklung und Orientierung
- Suchterkrankungen Emotionale Problemen (Gehemmtheit, Aggressivität, Ängste)
- Schwierigkeiten im Sozialverhalten Beziehungsproblemen
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Einzel oder Gruppen
Zeitaufwand: von 30 bis 90 Minuten
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| Tätigkeit/Schwerpunkte |
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| Körperarbeit |
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Alle Methoden sind körperbezogen und körperzentriert. Die Bewegung wird als Handlung verstanden. Körperarbeit |
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| Ernährung |
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Je nach persönlicher Ausrichtung |
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| Energetische Arbeit |
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Je nach persönlicher Ausrichtung |
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| Medikamentöse Anwendung |
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Keine |
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| Gespräch |
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Reflektierende Gespräche sind wichtiger Bestandteil aller Methoden |
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| Apparative Anwendung |
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Keine |
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| Ausdruck |
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Ausdruckstherapeutische Elemente werden in den versch. Methoden unterschiedlich stark angewandt und gewichtet, sind aber allen bekannt. |
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| Pädagogische Arbeit |
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| Je nach Methode und Ausrichtung mehr oder weniger |
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| Ausbildung |
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Voraussetzungen Je nach Schule etwas verschieden. Persönliche Reife und ein bestandenes Aufnahmeseminar.
Fachausbildung Dauer: sehr unterschiedlich nach Methode.2-5Jahre. Meist berufsbegleitend, einzelne Methoden vollzeitlich
Schulungsart: Unterricht in Gruppen. Eigentherapie. Seminare mit Abschlussberichten.
Ausbildungsinhalte: Methodenspezifische Inhalte. Theoretische Grundlagen. Gruppentherapien/Einzeltherapien. Psychopathologie, Anatomie, Physiologie etc.
Ausbildungskontrolle: Supervision in Gruppen und Einzelsupervision.
Lehrkräfte: von den jeweiligen Schulen gewählte Fachkräfte
Weiterbildung (Vertiefen und Erweitern der Fach- und Kernausbildung): je nach Ort des Einsatzes sehr unterschiedlich gewichtet. Z.B in Schulen, Psychiatrie, eigener Praxis sind jeweils unterschiedliche Weiterbildungen erforderlich.
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| Literatur |
| Autor |
Titel |
Verlag |
| Trudi Schoob |
Komm tanz mit mir |
Pan Verlag |
| Petra Klein |
Tanztherapie |
Eres Edition, Lilienthal/Bremen |
| Petzold Hilarion |
Integrative Bewegungs- und Leibtherapie |
Junfermann Verlag, 1993 |
| Petzold Hilarion |
Integrative Therapie |
Junfermann Verlag, 1996 |
| Willke Elke, Hölter Gerd, Petzold |
Tanztherapie, Theorie und Praxis |
Hilarion Junfermann Verlag 1991 |
| Höhmann-Kost Annette |
Bewegung ist Leben, Integrative Leib- und Bewegungstherapie - eine Einführung |
Verlag Hans Huber, 2002 |
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Kontakt Verband, Adresse, E-Mail, Verbandshomepage |
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