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Manuelle Lymphdrainage Komplexe physikalische Entstauungstherapie, KPE Schweizerischer Fachverband für Manuelle Lymphdrainage, SFML
Schweizerischer Fachverband für Manuelle Lymphdrainage SFML Sekretariat Unter Grundhof 16 6032 Emmen
Telefon 041 260 45 81
info@lymphdrainage-verband.ch
www.lymphdrainage-verband.ch
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Beschreibung Wirkungsweise, Arbeitsansatz, Hintergrund |
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Wirkungsweise: Die Manuelle Lymphdrainage ist eine Therapieform bei der das Lymphgefässsystem im ganzen Körper unterstützt und angeregt wird. Die Manuelle Lymphdrainage wirkt durch ihre feinen Bewegungen entstauend, wohltuend und entspannend. Durch ihre Drainagewirkung kräftigt sie das Immunsystem. Ansatz: Die Manuelle Lymphdrainage gewinnt von Jahr zu Jahr vermehrt an Bedeutung. Sie muss fein, rhythmisch, schmerzfrei und langsam ausgeführt werden, damit das Lymphsystem optimal unterstützt wird. Sie wird direkt auf der Haut angewendet. Wichtig ist auch das Wissen über die Indikationen, Kontraindikationen und Komplikationen. Unterstützende Massnahmen wie eine sanfte Bewegungstherapie, Atemübungen und das korrekte Verhalten im Alltag (gesunde Lebenshaltung) gehören zum Fachwissen der Therapeutinnen. Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Fachleuten (Lymphologen, Angiologen, Onkologen etc.) ist für einen optimalen Therapieerfolg selbstverständlich. Für eine erfolgreiche Komplexe Physikalische Entstauungstherapie (KPE) ist das korrekte Bandagieren unerlässlich. Hintergrund: Die Manuelle Lymphdrainage basiert auf den vier sog. "Vodder-Grundgriffen" (Stehender Kreis, Drehgriff, Pumpgriff und Schöpfgriff). Der Bewegungsablauf dieser vier Griffe verläuft nach einem gemeinsamen Grundschema. Man unterscheidet zwischen Schub- und Entspannungsphase. Dr. phil. Emil Vodder arbeitete als Masseur und entwickelte ca. 1932 zusammen mit seiner Frau die Manuelle Lymphdrainage.
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Anwendung Klientel, Arbeitsform, Schwerpunktdiagramm |
| Klientel |
Arbeitsform |
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Alle Altersgruppen Indikation Stauungen, primäre- und sekundäre Lymphödeme, Lipödeme, chronische venöse Insuffizienz (CVI), Narben, Sportverletzungen. Stauungen nach Operationen und während der Schwangerschaft. Rheumatische Erkrankungen. Als begleitende Massnahme bei: Diversen chronischen Erkrankungen, Stirn- und Kieferhöhlenentzündung, Heuschnupfen, Bronchitis, Verstopfung, Akne, Schuppenflechte etc. Migräne, Verspannungen, Chemotherapie und andere.
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Einzelsitzungen
Zeitaufwand 60 Minuten
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| Tätigkeit/Schwerpunkte |
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| Körperarbeit |
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Mit den Händen direkt auf der Haut der Menschen. Durch die feinen Bewegungen wirkt die Manuelle Lymphdrainage direkt auf das Lymphgefässsystem. |
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| Ernährung |
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Die Ernährung beeinflusst die gesunde Lebenshaltung bei der Manuellen Lymphdrainage. Die Klienten werden beraten und unterstützt. Die TherapeutInnen arbeiten auch mit ErnährungsberaterInnen zusammen. |
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| Energetische Arbeit |
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keine |
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| Medikamentöse Anwendung |
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keine |
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| Gespräch |
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Personen- und prozessorientierte Gespräche unterstützen die Therapie. Die Compliance (Mitarbeit) der Klienten wird intensiv unterstützt. |
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| Apparative Anwendung |
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keine |
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| Ausdruck |
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keine |
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| Paedagogische Arbeit |
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| Der Gesundheitsprozess wird in Zusammenarbeit mit den Klienten intensiv gefördert. Die Klienten erlernen das selbständige Bandagieren. |
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| Ausbildung |
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Voraussetzungen Medizinische Grundausbildung oder mind. 150 Std. Schulmedizinisches Basiswissen (Anatomie, Physiologie und Pathophysiologie). Fachausbildung Dauer: 180 Stunden verteilt in Module, berufsbegleitend Schulungsart: - Theoretische Grundlagen. - Praktisches Anwenden und Üben. - Intervisionsstunden. Ausbildungsinhalte:
- Anatomie und Physiologie und Pathophysiologie des Lymphgefässsystems.
- Indikationen und Kontraindikationen.
- Technik der Manuellen Lymphdrainage.
- Ganzkörperbehandlung in Theorie und Praxis.
- Einfache Krankheitsbilder im Sinne der Grundlagenbehandlung.
- Behandlung von primären- und sekundären Lymphödemen.
- Ödemgriffe und korrekte Umleitungen.
- Behandlung des Lipödems.
- Behandlung verschiedener Krankheitsbilder.
- Anamneseerhebung.
- Dokumentation und Behandlungsprotokolle.
- Interdisziplinäre Zusammenarbeit.
- Compliance der Klienten.
- Bandagieren im Sinne der komplexen physikalischen Entstauungstherapie (KPE)
- Informationen über Kompressionsstrümpfe
- Aufbau und Führen einer eigenen Praxis
- Studium von Fachliteratur
Ausbildungskontrolle: Theoretische und praktische Überprüfung der Grundlagenkenntnisse und des Stoffes der Therapieausbildung. Diplomarbeit Lehrkräfte: FachlehrerIn für Lymphdrainage und Ödemtherapie, LymphologIn, PhysiotherapeutIn, Ortopädietechniker Weiterbildung (Vertiefen und Erweitern der Fach- und Kernausbildung) Praktikum an einer lymphologischen Klinik Fortbildung (u.a. neue Techniken erlernen) Fachmitglieder sind verpflichtet alle Jahre einen Nachweis von 20 Stunden Fortbildung zu erbringen. Davon müssen mindestens 16 Stunden in Lymphologie belegt werden.
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| Literatur |
| Autor |
Titel |
Verlag |
| M. Földi, R. Strössenreuther |
Grundlagen der Manuellen Lymphdrainage |
Fischer |
| M. Földi und S. Kubik |
Lehrbuch der Lymphologie |
Fischer |
| M. Földi, E. Földi |
Das Lymphödem und verwandte Krankheiten |
Fischer |
| P.D. Asmussen, B. Söllner |
Kompressionstherapie |
Fischer |
| U. Herpertz |
Oedeme und Lymphdrainage |
Schattauer |
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Kontakt Verband, Adresse, E-Mail, Verbandshomepage |
info@lymphdrainage-verband.ch |
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www.lymphdrainage-verband.ch
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Schweizerischer Fachverband für Manuelle Lymphdrainage SFML Sekretariat Unter Grundhof 16 6032 Emmen Telefon 041 260 45 81
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Diplomierte LymphdrainagetherapeutInnen können Fachmitglieder des Schw. Fachverbandes für Manuelle Lymphdrainage werden, sofern ihre Ausbildung dessen Richtlinien entspricht. Zur Zeit 65 Fachmitglieder (Stand 30. 9.2006) |
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