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2011-09-07 - PräsidentInnen-Treffen in Thalwil

Bewährter Informations- und Erfahrungsaustausch

 

Bericht zum PräsidentInnen-Treffen am 26. August 2011 in Thalwil

 

Das Thema Prozesszentrierung mit Gastreferent Peter Itin, Mitglied des Projektteams Berufsfeldanalyse, der OdA KTTC und Berichte aus den Verbänden waren die Themenschwerpunkte beim gut besuchten diesjährigen PräsidentInnen-Treffen im Institut apk in Thalwil.

 

Am bewährten Informations- und Erfahrungsaustausch zu den aktuellen Themen aus den Berufsverbänden sowie am Workshop mit Peter Itin zur Prozesszentrierung nahmen 24 Vertreterinnen und Vertreter der Verbandsspitzen teil. Damit waren viele der 29 Dachverband Xund Mitgliederverbände an diesem Jahrestreffen vertreten.

 

peter-itin

Begegnen, bearbeiten, integrieren und transferieren – das sind die vier Stufen der Prozesszentrierung in der KomplementärTherapie. Peter Itin führte durch dieses für einige immer noch etwas sperrig-theoretische Thema mit anschaulichen Illustrationen. In Arbeitsgruppen zu diesen Begriffen wurden die Erfahrungen aus der eigenen Klientenarbeit in der Praxis dann mit der Theorie verständlich in Einklang gebracht.

 

Für die Teilnehmerinnen stellte sich die Prozesszentrierung als kein unbekanntes Terrain dar, ist doch die Prozessarbeit in der Regel eine Selbstverständlichkeit.

 

So versteht sich der erste Klientenkontakt als Begegnung und die anschliessende Behandlung als Bearbeiten. Dass das Erkennen von Zusammenhängen und das Besprechen mit dem Klienten zu möglichen neunen Sichtweisen führt, wird unter Integrieren verstanden – jener Teil beim Klienten, der erkennt: „ich kann ja selbst etwas zu meiner Gesundheit beitragen“. Die Umsetzung findet im vierten Schritt Transferieren statt, ein Hinführen auf Ziele und deren Umsetzung im Alltag, wobei die eine oder andere „Hausaufgabe“ helfen kann. So erörtert und in die Rollenbilder KlientIn und TherapeutIn differenziert, gelang die Zuordnung der einzelnen Phasen des Praxisalltags zum Gesamtprozess der Therapie. Damit konnte die Einordnung der Praxisarbeit in diese vier Begriffe der Prozesszentrierung „begegnen, bearbeiten, integrieren und transferieren“ gut versteh- und erfahrbar gemacht werden.

 

Berichte zu Themen wie Öffentlichkeitsarbeit, Medien oder Veranstaltungspräsenz, sowie verbandsinterne Strukturen aber auch die Frage Nachwuchs für die Verbandsgremien wurden unter der Leitung der Co-Präsidentin Barbara Frank am Nachmittag im Plenum ausgetauscht (eine Zusammenfassung ebenfalls im Xund-Intranet). Insgesamt wurde offen auch über Problemstellungen berichtet, so etwa über die Identitätsfindung im Berufsbildungsprozess, die Abgrenzung gegenüber verwandten Methoden ausserhalb der KT oder über die manchmal nicht ganz spannungsfreie Zusammenarbeit mit den Schulen. Alle TeilnehmerInnen sind nochmals ausdrücklich an das 30-Jahre-Jubiläum des Schweizerischen Verbands der Lehrerinnen und Lehrer der F.M. Alexander-Technik, am 24. September 2011 in Neuchâtel eingeladen worden.

 

sekretariatsleiterinnen-treffen

 

Positive Erfahrungen wurden auch im Bereich Medienarbeit beispielsweise beim Netzwerk Aquatische Körperarbeit (NAKA) gemacht, mit einem neuen Webauftritt und einem Newsletter, in welchem auch andere Behandlungsmethoden der KT oder des Dachverbandes Xund vorgestellt werden können. Berichte werden dazu gerne angenommen. Wenn Berichte über die Messen und Regioanlässe hinaus an die Bevölkerung gehen sollen, also via Medien, haben einige Verbände gute Erfahrungen damit gemacht, die Arbeit gegen Honorar interessierten Journalisten zu überlassen. Weitere Möglichkeiten sind Publi-Reportagen oder auch die oft wenig genützten Möglichkeiten, Berichte an regionale Medien oder sogar Gemeindeblätter zu schicken. Vereinzelte Rückfragen der SF Fernsehredaktion (Puls) zeigen, dass eine Vorbereitung für einen solchen Fernsehauftritt nützlich wäre.

 

Am diesjährigen Erfahrungsaustausch der PräsidentInnen haben sowohl erfahrene Verbandsmitglieder aber auch junge Kolleginnen teilgenommen, was die in manchen Verbänden diskutierte Nachwuchsfrage positiv beleuchtet. Insgesamt war das Interesse am Informationsaustausch gross und die Mitarbeit sehr engagiert. Ein Dank zum Abschluss vor allem unserem Geschäftsführer Urban Waltenspül, der den ganzen Tag Protokoll geführt hat und die Informationen im Detail jeweils für alle ins Intranet stellt.

 

Harald Reiterer

Co-Präsident