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2011-11-04 - Anmerkungen eines Hirnforschers

Selbstverantwortung – Anmerkungen eines Hirnforschers

 

Prof. Dr. Gerald Hüther – Eröffnungsvortrag zum Hauptstadtkongress MEDIZIN & GESUNDHEIT 2011

 

Was haben Hirnfoschung und Salutogenese gemeinsam? – Weshalb sind die drei salutogenetischen Grundprinzipien • Informieren • Mitmachen • Sinn erkennen so wichtig?

 

Was wir in der KomplementärTherapie schon lehren, lernen und leben wird im Vortrag des Hirnforschers Prof. Dr. Gerald Hüther durch neue Erkenntnisse der Hirnforschung nochmals eindrücklich vertieft.

 

prof-huether

Gesundheit lässt sich nicht machen, sondern man kann nur Rahmenbedingungen schaffen, welche die Entfaltungen der Selbstheilungskräfte ermöglichen. Dazu ist es erstens wichtig, dass der Patient/die Patientin gesund werden und gesund bleiben will. Und zweitens muss der Patient/die Patientin dem Arzt oder Therapeut vertrauen, was dann gelingt, wenn die drei salutogenetischen Prinzipien erfüllt sind: • einladen ermutigen inspirieren!

> Vortrag

 

Dadurch kann der Patienten/die Patientin eine positive innere Einstellung und Haltung zur Genesung und zum Leben ganz allgemein gewinnen. Gelingt dies, kann er/sie eine günstigere Erfahrung machen als bisher. Die Hirnforschung weiss, dass sich Menschen nochmals verändern können und dass im Menschen viel mehr drin steckt, als das, was aus ihm geworden ist.

 

Das Gehirn wird nicht so, wie man es benutzt, sondern so, wie man es mit Begeisterung benutzt!

 

Jeder Mensch ist als Kind mit einer unglaublichen Vitalität, Begeisterungsfähigkeit, mit einer Entdeckerfreude und Gestaltungslust auf die Welt kommen. Was also geht unter die Haut? Wofür sich begeistern?

 

Um das Potenzial zu entfalten ist gleichzeitig Verbundenheit und Freiheit wichtig!

 

Verändern wir die Art und Weise, wie wir miteinander umgehen – also unser Beziehungsklima – und geben einander so die Möglichkeit dazuzugehören und gleichzeitig die eigenen Gaben zu entdecken und zu entfalten, dann können wir die Lust und Freude am eigenen Dasein spüren und so einander bereichern.

 

Sich gleichzeitig verbunden und frei fühlen, das verwirklichen «individualisierte Gemeinschaften». Darin finden alle mit ihren individuellen Fähigkeiten ihren eigenen Platz. In jeder Einrichtung/Gemeinschaft entsteht aus den gemeinsamen Zielen und Visionen ein «Geist» – oder ein «Betriebsklima». Dieses geistige Feld bestimmt darüber, welche Erfahrungen die Menschen in dieser Gemeinschaft machen können. Und die Erfahrung, die sie dort machen, bestimmt wiederum die Haltung, die sie dort entwickeln. Wird dieser «gute Geist» nicht regelmässig gepflegt, beherrscht schnell ein anderer, uns allen bekannter «Geist» die Institution oder den Betrieb: der «Verwaltungs-Geist».

 

Also auf zu neuen Be-’geist’-erungsstürmen! – Dabei befruchten unsere neuroplastischen Botenstoffe unser Gehirn tausendfach!